Stehl Seiden AG
Stehlistrasse 7
CH-8912 Obfelden
Tel.: +41 44 761 50 50
info@stehliseiden.ch
Über uns
Wo während 150 Jahren Seide gewoben wurde, wird heute gelebt, gewohnt und gearbeitet.
Über ein Jahrhundert lang war die Seidenindustrie eine der wichtigsten Leitindustrien der Schweiz – ein Motor für Wohlstand, Innovation und globale Verbindungen. Auf dem Stehli-Areal im bäuerlichen Obfelden webten ab den 1830er-Jahren hunderte von Arbeiterinnen und Arbeitern edle Stoffe, die in Paris, New York und Mailand gehandelt wurden und die Schweiz zu einem exportorientierten, handwerklich hochstehenden Land machte.
Stehli Seiden prägte die ganze Region, brachte Arbeit, neuen Wohnraum, Bildung und ein Gefühl von Aufbruch. Bis weit ins 20. Jahrhundert war Seide nicht nur ein Stoff – sie war ein Versprechen von Eleganz und Qualität. Als die Webstühle Mitte der 1990er-Jahre verstummten, blieb ein reiches Erbe zurück: Gebäude voller Geschichten und ein Stück Schweizer Identität.
Umnutzung
Das Projekt.
Unter der Leitung von Barbara Stehli-Zollikofer ist das ehemalige Seidenareal heute ein lebendiger Ort zum Wohnen, Arbeiten, Schöpfen. Sie sieht sich in der Verantwortung, den Stehli-Boden nachhaltig zu bewahren: Nicht nur die Häuser sollen Bestand haben, sondern vor allem auch die Gemeinschaft und Kreativität, die hier wirkt.
Parallel dazu beherbergt das ehemalige Kesselhaus die Sammlung Stehli Seiden – die grösste private Sammlung zur Geschichte der Seidenindustrie im Kanton Zürich. Sie ist Forschungsort, Kulturarchiv und Ausstellungsraum zugleich. Im Mikrokosmos der ehemaligen Seidenfabrik verweben sich 200 Jahre globale Schweizer Familien-, Mode-, Industrie-, Alltags- und Arbeiter:innen-Geschichte.
Unsere Vision ist es, den Zauber dieses Ortes zu bewahren: Einen tragenden Raum zu schaffen, in dem Erinnerung, Nutzen und Kreativität zusammenfinden – für Generationen. Orte wirken, wenn man ihnen Sorge trägt.