walim
Kontaktperson
Zürichstrasse 40
CH–8306 Brüttisellen
Über uns
Innovation und Engagement.
Rauchende Schlote, hohe Backsteinbauten, flinke Arbeiter, die einen Schuh nach dem anderen fertigen: Das Walder Areal machte schon um die vorletzte Jahrhundertwende einen imposanten Eindruck. Dank Fleiss und beharrlichem Vorangehen. Innovative Geister, die noch heute das Gelände umwehen. Wer hier wohnt, wird Teil einer Erfolgsgeschichte. Diese nahm mit dem Unternehmer Caspar Appenzeller ihren Anfang und überdauerte die Weltkriege, Wirtschaftskrisen und Grossbrände.
Noch immer liegt die Chronik offen da, ein weiteres Kapitel wird geschrieben – von all jenen, für die das Areal zur neuen Heimat wird. Die Walim AG wurde 1972 gegründet nach der Schliessung der Schuhfabrik.
Wir sind ein engagiertes Team mit integrativen Ansatz. Das Wissen von Portfolio, Asset, Property und Facility Management vereinen wir in einem sechsköpfigen Team. Wir entwickeln, betreiben und bewirtschaften unsere Immobilen selbst.
Von Produktion zu Vielfalt
Geschichte und Entwicklung.
1874 «Bete und arbeite» war einer der Grundsätze, nach denen der Zürcher Seidenindustrielle und Philanthrop Caspar Appenzeller gelebt hat. Er eröffnet am 1. Oktober im einstigen Landgasthof Rössli in Brüttisellen die Knabenanstalt «zur Heimat». In der angegliederten Fabrik arbeiteten die heimatlosen Zöglinge. Am selben Tag wurde das erste Paar «Brüttiseller Schuhe» produziert.
1876 Die Verantwortung für die Schuhfabrikation und die «Knabenanstalt» übernimmt Heinrich Walder, der Pfarrer in Kloten war. Er ist mit Appenzellers ältester Tochter Anna verheiratet. Wie sein Schwiegervater lässt auch er sich in seinem Handeln von sozialen Aspekten leiden.
1878 Die «Knabenanstalt» im einstigen Landgasthof «Rössli» im Jahre 1874. Nach einem Brand 1878 wird er um ein Stockwerk erhöht und um einen Anbau erweitert. Die «Knabenanstalt» wird ebenfalls wiederaufgebaut.
1882 Rasches Wachstum veranlasst Heinrich Walder Fabrik und «Knabenanstalt» zu trennen. Diese zieht nach Baltenswil. Das Landheim Brütisellen wird heute noch von der «Caspar Appenzeller-Stiftung» geführt. www.landheim.ch
1896 Die markanten Fabrikliegenschaften entstehen und gruppieren sich, als zweifarbige Backsteinbauten realisiert, um einen grossen Innenhof. Darunter das «Kosthaus» im westlichen Areal. Es wird von Arbeitern bewohnt und steht heute noch, genauso wie andere Bereiche der um 1896 erbauten Schuhfabrik Brüttisellen.
1900 Für die Region ist die Schuhfabrik Brüttisellen der wichtigste Arbeitgeber: 800 Arbeiter produzieren hier an einem Tag etwa 2000 Paar Schuhe, wovon ein Drittel exportiert wird.
1918 Mit Walder-Schuhen in den Frühling ... Wurden während des Ersten Weltkrieges noch überwiegend Militärschuhe produziert, sind die Jahre danach vom wirtschaftlichen Boom geprägt. Von Brüttisellen aus finden Walder-Schuhe ihre Verbreitung von Kopenhagen bis Kapstadt.
1928 Ein Grossbrand zerstört einige der Fabrikgebäude, die an gleicher Stelle wieder in moderner Form aufgebaut werden. Das Chemiegebäude der Fabrik brannte bis auf die Grundmauern nieder. Ein Lehrling, er trug die damals üblichen genagelten Schuhe, stolperte, rutschte und verursachte so mit seinen Schuhen einen Funken. Es kam zur Explosion.
1929 Nach 55 Jahren Schuhfabrikation werden die ersten eigenen Detailhandelshandelsgeschäfte eröffnet, um die Produktionsauslastung ganz jährlich sicherzustellen. Übrigens: Die abgebildete Filiale in Thun gibt es heute noch.
1955 Die satten Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg haben Walder neben Bally zum zweitwichtigsten Damenschuhfabrikanten in der Schweiz werden lassen. Um konkurrenzfähig zu bleiben, spezialisiert sich der Betrieb auf «Damen- und Töchterschuhe». Der Erfolg bleibt nicht aus, rasch steigt die Produktion.
1971 Der Importdruck ist unverändert hoch, genau wie die Produktionskosten verglichen mit dem nahen Ausland. Es ist ein trauriges Jahr in der Firmengeschichte: Die Schuhfabrik muss zuerst fusioniert und letztlich geschlossen werden.
1972 Zwei neue Firmen entstehen: Die Walim AG (Walder Immobilien) bewirtschaftet die frei gewordenen Gebäude. Die Schuhhaus Walder AG indes expandiert mit neuen Filialen weiter im Detailhandel.
1982 Das neue Verwaltungs- und Lagergebäude der Schuhhaus Walder AG in Brüttisellen wird eingeweiht. Die Familie kehrt mit dem Kerngeschäft zurück, dorthin, wo vor über hundert Jahren alles begann. Auch die Büros der Walim AG sind hier untergebracht.
1988 Einer der grössten Eingriffe in die alte Bausubstanz des Areals nimmt seinen Anfang: Das Büro- und Gewerbehaus als signifikanter Markstein am Eingang entsteht.
2021 Auf dem Gelände der einstigen Schuhfabrik haben sich über 40 Unternehmen mit insgesamt rund 300 Angestellten angesiedelt. Neben vielen Kleinunternehmen aus Handel, Gewerbe und Industrie beherbergt das Walder Areal auch national und international bekannte Unternehmen. Darunter: die Acrylfarbenherstellerin Lascaux, die Pferd-Vitex AG und den Assistance-Service Medicall.
Walder Areal
Schlüsselangaben.
davon
Wohnen: 2%
Gewerbe & Industrie: 98%